Singend zum Glück

Singen macht gute Laune. Nicht nur der altbekannte Gesang unter der Dusche, vor allem gemeinsames Singen bringt uns näher zusammen und kann noch viel mehr. Nicht nur zur Weihnachtszeit.

Hochschulband von oben

Dass es glücklich macht die Lieblingsmusik – mit oder ohne Gesang – zu hören, ist kein Geheimnis. Das eigene Singen hat jedoch noch mehr positive Effekte.  Gerade zur Weihnachtszeit beschert uns nicht nur das Radio die altbekannten Melodien wie Whams „Last Christmas“ oder Mariah Careys „All I want für Christmas is you“, sondern auch die kirchlichen Hits wie „Stille Nacht“ oder „O du Fröhliche“ verfolgen uns auf Schritt und Tritt. Genau diese Lieder sind es, die uns zum gemeinsamen Singen – ob im Chor, in der Familie oder auf der feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier – dazu bringen unsere Stimme zu erheben, weil sie ganz einfach jeder kennt und sich zumindest Bruchteile des Textes von den vergangenen Jahren in unseren Hirnwindungen verstecken.

Lieben und Singen kann man nicht zwingen

Schluss mit faulen Ausreden: Jeder der sprechen kann, kann auch singen. Soweit die Theorie. Wichtig ist jedoch, dass man es freiwillig macht, sonst bleiben auch die positiven körperlichen und geistigen Effekte aus.  Für diese Effekte spielt es zum Glück keine Rolle, ob man Töne trifft oder daneben liegt. Beklagen werden sich wenn dann nur die Zuhörer.  Das Allerwichtigste ist jedoch der Spass an der Sache.

Singen macht sexy

In den letzten Jahren wurden mehrere Studien zum Thema Glück mit eindeutigem Ergebnis durchgeführt: Das Glück liegt nicht nur daran, sich universell auszudrücken und von jedem verstanden zu werden – es ist weit mehr. Durch das Singen befreien wir uns, der Adrenalinspiegel sinkt und das Entspannungshormon Noradrenalin und das Glückshormon Serotonin steigen. Unsere Stimme zählt außerdem zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen, genau deswegen wird der eigene Gesang als etwas sehr intimes empfunden. Potentielle Partner können aus unserem Gesang unbewusst mehr heraus lesen, als wir denken: Eine kräftige Singstimme lässt auf einen gesunden Körper schließen und auch emotionale Informationen lassen sich daraus filtern. Singen macht im allgemeinen attraktiv, weswegen auch viele Künstler und Künstlerinnen von ihren Fans umschwärmt und verehrt werden.

Singen ist gesund

Professor Doktor Eckart Altenmüller von  der Hochschule für Musik in Hannover hat die Musikphysiologie und die positiven Auswirkungen genauer untersucht: Wir haben beim Singen nicht nur eine entspannte, aufrechte Körperhaltung mit geraden Schultern, es ist auch sehr leicht innerhalb der Gruppe miteinander in Kontakt zu treten. Jeder Mensch strebt nach Akzeptanz von anderen und nach Freundschaften. Das Gemeinschaftsgefühl, das beim Singen in der Gruppe entsteht, erfüllt genau diese beiden Wünsche. Und es kann noch mehr: Über 100 Körpermuskeln sind beim Trällern aktiv, wir kontrollieren unsere Atemmuskulatur mit tiefen Atemzügen. Das wirkt beruhigend auf Körper und Nerven und erhöht die Selbstwahrnehmung. Gerade bei hohen alltäglichen Anforderungen und Stress geht unser Körpergefühl verloren, beim Singen wird es wieder hergestellt. Im Vordergrund steht jedoch das Gemeinschaftsgefühl: Egal ob wir uns mit den Fangesängen im Fußballstadion identifizieren oder auf der Weihnachtsfeier mit den Kollegen bei weihnachtlichen Gassenhauern.

Wie glücklich gemeinsames Singen jeden einzelnen machen kann, erfahrt ihr hier

 

1 Kommentar zu Singend zum Glück

  1. Hans im Glück // 3. Mai 2014 um 16:14 // Antworten

    Die Mädels singen echt schön.

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