Yoga – Eine Lehrerin berichtet

Yoga ist  in aller Munde. Eine philosophische Lehre aus dem alten Indien, die in verschiedensten Formen an den Mann und vor allem die Frau gebracht werden soll.  Wir trafen uns mit Michaela Kubik, die seit sieben Jahren als Yogalehrerin tätig ist und uns in ihre erfüllende Leidenschaft eingeweiht hat.

yoga10yoga10yoga5

Aller Anfang ist schwer. Auf der Suche nach einem Ausgleich neben dem Alltag wurden viele Sportarten durchprobiert. Egal ob Joggen, Schwimmen, Kampfsport oder anderes, nichts brachte die erhoffte Abwechslung. Bis die Empfehlung einer Freundin kam. Ausprobiert und für gut befunden, seit mehr als 13 Jahren betreibt Michaela schon Yoga.

Ausbildung zur Yogalehrerin

Eine staatlich anerkannte Ausbildung zur Yogalehrerin dauert im Schnitt 4 1/2 Jahre, wobei diese meist neben dem Beruf absolviert wird, und somit in Teilzeit stattfindet. Die Ausbildung, die auch offiziell vom BDY (Bund der Yogalehrenden in Deutschland e.V.) anerkannt ist, kann in rund 40 Yogaschulen in Deutschland absolviert werden. Eine solche spezielle Ausbildung umfasst viele Unterrichtsfächer, die allesamt mit Yoga in Zusammenhang stehen. Angefangen von Yoga und Medizin, wo zum Beispiel Meditation und medizinische Grundlagen im Lehrplan stehen, über Philosophie, Ethik und Werte, bis hin zu Pädagogik, Didaktik und Methodik, wo Unterrichtsgestaltung und Psychologie eine große Rolle spielen. Allumfassend also, wie Yoga selbst.

Yoga läßt einen nicht mehr los

Yoga1Für Michaela ist Yoga eine Herzensangelegenheit. Sie selbst hatte damit angefangen, um neben ihrem damaligen Beruf als Vertriebsassistenz mit einer 50/60 Stunden Woche körperliche und mentale Ausgeglichenheit zu finden. Dasselbe will sie nun ihren Schülern vermitteln. Eine Lehrerin beziehungsweise Übungsleiterin ist nicht nur Anleiterin und korrigiert Fehlhaltungen, sondern kann auch eine mentale Stütze für ihre Schüler sein. „Manche Schüler kenne ich schon seit mehreren Jahren und sie machen immer wieder bei meinen Kursen mit“. Andere kämen nur zu einigen Einheiten und merken dann, dass es nicht das Richtige für sie sei. Wer aber einmal richtig angefangen hat und tief in seine Seele geblickt hat, den wird Yoga nicht mehr loslassen.

Für jeden geeignet

„Yoga ist eigentlich für jeden geeignet, aber es gibt einige Personengruppen, die mir auffallen, die öfter Interesse zeigen“, so seien es zum Beispiel Menschen, die im „Mainstream“ keine Befriedigung mehr fänden, die des Konsums überdrüssig seien. Andere haben soeben erst eine Krankheit überstanden und suchen etwas, worin sie Halt finden können. Und es gibt Fälle, bei denen die Schulmedizin nicht weiter weiß, wie zum Beispiel dem Burn-Out-Syndrom. „Natürlich kann Yoga nicht während einer akuten Behandlung helfen, doch es kann danach inneren Halt geben“.

Tradition trifft Moderne

„Alle 20-30 Jahre gibt es einen Yoga-Hype. Die Menschen gehen dann dahin, wo es bunte Hochglanzbroschüren gibt und Geld da ist, doch das hat mit dem klassischen Yoga nichts zu tun. Das ist dann eine Gelddruckmaschine.“ Um sich vor solch überteuerten und unprofessionellen Yogaangeboten zu schützen, kann man auf der Homepage des BDY eine Liste mit geprüften Lehrern abrufen. Der schlechte Ruf von Yoga resultiert auch aus zweifelhaften Kursen und Angeboten, die auf schnelle Geldmacherei aus sind und die Traditionen des Yoga mißachten und oftmals minderwertig ausgebildet wurden. „Wer nach dem Besuch einer Yogastunde Rückenschmerzen oder ähnliches bekommt, sollte sich dringend einen vernünftigen Kurs suchen.“

 

Mehr zum Thema Yoga gibt’s hier

 

 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*