Entrümpeln befreit – Tipps zum richtigen Ausmisten

Im Laufe der Zeit horten wir Dinge, die wir eigentlich nicht mehr brauchen. Befreie dich und deine Seele von überflüssigem Ballast. Beginne jetzt mit deinem persönlichem Minimalismus. Der Kompass zum Glück zeigt dir einen praktischen Weg um wieder Platz in deinen Schubladen, Regalen und in deinem Leben zu schaffen.

Volles regal
„Alles neu macht der Mai“ besagt ein Sprichwort. Damit aber etwas Neues in dein Leben einziehen kann, musst du erst einmal Platz dafür schaffen und dich von alten Sachen trennen. Jeder kennt das Problem: Der Kleiderschrank ist überfüllt und man hat doch nichts anzuziehen. Auf dem Bücherregal ist kein Platz mehr für ein einziges Buch und doch hat man gerade keines, das man gerne lesen möchte. Bei uns allen sammeln sich zu Hause viele Dinge an, die wir nicht mehr benötigen, aber trotzdem behalten. Dabei ist es nicht nur räumlich befreiend, sich von Gegenständen zu trennen, sondern auch geistig: Wir trennen uns von schlechten Angewohnheiten, vermeintlichen Freunden oder dem Job, weil es uns nichts mehr bringt. Warum tun wir es also nicht auch mit unseren Besitztümern? Gründliches Ausmisten kann dich glücklich machen und so geht’s:

Vorbereitung: Kisten und ein Müllsack

Zunächst solltest du dir mindestens einen Nachmittag ungestört Zeit nehmen, um dich wirklich auf deine Entrümpelungsaktion konzentrieren zu können. Außerdem ist es besser, wenn du dabei allein bist, denn niemand kann dir sagen, an welchen deiner Sachen dir noch etwas liegt. Besorge dir je nach Umfang ein bis zwei Umzugskartons und einen Müllsack. Hilfreich kann es auch sein, wenn du dir im Vorfeld eine To-do Liste schreibst, welchen Sachen du dich nacheinander widmen möchtest.

Kartons und Müllsack

Ausführung: Arbeite dich Schritt für Schritt durch die Wohnung

Am einfachsten ist es, mit deiner Kleidung zu beginnen, weil du in diesem Bereich schnell Entscheidungen treffen kannst und Erfolge siehst. Gehe nacheinander jede Schublade und jedes Regal durch und frage dich selbst: Passt mir dieser blaue Pullover noch? Gefällt er mir noch? Dabei kannst du dich an eine einfache Faustregel halten: Hast du ein Kleidungsstück länger als zwei Jahre nicht getragen, dann weg damit. Hast du dich gegen den blauen Pullover entschieden, dann musst du ihn dir jetzt noch einmal genauer ansehen und feststellen, ob er ein Fall für den Müllsack ist oder ob er noch tragbar ist und somit in einen der Umzugskartons wandert.
Genau mit dieser Vorgehensweise arbeitest du dich nicht nur durch deinen Kleiderschrank, sondern Stück für Stück durch deine ganze Wohnung. Auch die Küche ist oft ein Ort des Hortens: Niemand braucht 4 verschiedene Tortenheber oder Vasen. Manchmal kauft man auch neue Küchengeräte, die viel besser sind als die alten. Trotzdem stehen diese noch irgendwo hinten im Schrank für „Notfälle“: Alles doppelt vorhandene oder bereits ersetzte darf in den Umzugskarton! Das gilt auch für das alte Radio, das man schon längst einmal reparieren wollte.
Besonders Frauen hängen an ihren geliebten Dekoartikeln. Es macht Sinn, sich von dem ein oder anderen Staubfänger zu trennen, denn mal ehrlich: Gerade Wohnungsdekoration sollte nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden. Das bringt neuen Schwung in die Wohnung und macht schon beim Neukauf glücklich.

Nachbereitung: Fühle die Befreiung

Wenn du mit allen Zimmern fertig bist und der Umzugskarton zumindest ein wenig gefühlt ist, solltest du dich erst einmal selbst für deine Konsequenz des Trennens loben und ein gewisses Wohlgefühl verspüren. Ist dies nicht der Fall, dann schau dir die Gegenstände in der Kiste noch einmal genauer an: Sorgt das zum Weggeben verurteilte Geburtstagsgeschenk von der Oma für Bauchschmerzen, dann darf es auch den Weg aus der Kiste wiederfinden. Das aller wichtigste ist, dass du dich befreit und glücklich nach dem Ausmisten fühlst.

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Wohin mit meinen Sachen?

Für deine Schätze gibt es jetzt verschiedene Möglichkeiten. Hauptsache sie verrotten jetzt nicht in deinem Keller, denn dann kann das Befreiungsgefühl nicht einsetzen. Die einfachste und auch sozialste Art ist es, deine Sachen einem karitativen Zweck zu spenden. Beinahe in jeder Stadt gibt es einen Second-Hand Laden, der sich darauf spezialisiert hat und bei dem du deine Sachen einfach abgeben kannst.
Verschenken kann dir zusätzlich ein glückliches Gefühl geben, bei wertvolleren Dingen aber lohnt sich oft ein Verkauf. Stellenanzeigen in der Zeitung oder auf Online-Plattformen  kosten zwar Zeit, sind aber eine Option. Gerade für kleine Gebrauchsgegenstände oder Kleidung ist ein Verkaufsstand auf dem Flohmarkt ideal. Es ist eine wunderbare Erfahrung, einen glücklichen Abnehmer für seine alten Sachen zu finden und dabei Bares zu ernten. Dabei kommt das Glücksgefühl hoch drei: Befreiung von deinen alten Sachen, die Freude eines neuen Abnehmers und ein paar Euro extra für die Urlaubskasse.

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