Glücksbringer, vom Klee über das Hufeisen

Viele Menschen sammeln Glücksbringer. Vierblättrige Kleeblätter, Hufeisen und das Symbol des Fliegenpilzes liegen hoch im Kurs. Aber wieso verbinden so viele Bürger dieses Zeitalters immer noch Glück mit diesen Gegenständen? Woher kommt überhaupt der Ruf dieser kleinen Utensilien als Glücksbringer?

Kleeblatt

Das wohl bekannteste Symbol für Glück ist das vierblättrige Kleeblatt. Jeder hat dieses Symbol schon einmal gesehen. Solche Kleeblätter in der Natur zu finden ist sehr unwahrscheinlich, da es sich hierbei um eine seltene Mutation handelt. Daher glaubt man, dass der Finder eines solchen Kleeblattes mit besonderem Glück gesegnet ist. Es soll, wenn es am Körper getragen wird, auch insbesondere Reisende schützen.

Glückspfennig

Im Gegenteil besonders häufig ist der Glückspfennig. Er wurde früher Freunden geschenkt, als symbolischer Wunsch, dem Beschenkten möge das Geld niemals ausgehen. Auch wurde er in früheren Zeiten an Stalltüren genagelt, um Hexen zu vertreiben.

Fliegenpilz

Das nachweislich giftige Gewächs Fliegenpilz gilt hierzulande auch als Glücksbringer. Vernünftigerweise gilt allerdings in diesem Fall, das Symbol an sich als Glücksbringer und nicht der Besitz eines echten Pilzes. Er wurde, ähnlich wie die zuvor erwähnte Münze, auch in der Vergangenheit mit Hexerei in Verbindung gebracht. In geringen Mengen konsumiert, wirkt er psychoaktiv und ruft leichte Halluzinationen hervor.

Hufeisen

Auch das Hufeisen ist ein klassischer Glücksbringer. Seit den heiligen römischen Reich werden Pferde mit Hufeisen beschlagen um sie zu schützen. Pferde waren viele Jahrhunderte lang sehr nützliche Tiere und ihr Schutz war etwas sehr wichtiges. Dieser wurde durch die Symbolik dann auf andere übertragen. So wurden zum Beispiel an Schiffsmasten und Haustüren Hufeisen genagelt, um böse Geister fernzuhalten. Beim Aufhängen der Hufeisen war es auch von Bedeutung in welcher Position sie an den Holzverschlag genagelt wurden. Wurden sie in der Form eines Us, mit der Öffnung nach oben angenagelt, so galt es als Glückbringer. Wurde es anders herum befestigt, mit der Öffnung nach unten, brachte es angeblich Pech, weil das Glück dann herausfiel. Gerade für Bauern galt es früher als Zeichen großen Glücks, wenn sie in ihrem Acker ein Hufeisen fanden. Ironischerweise lief in Falle eines solchen Fundes nun eines der Pferde des Bauern ohne Hufeisen über die Wiesen, was eine Verletzungsgefahr für das Tier mit sich brachte.

Hasenpfote

Auch die Hasenpfote ist ein klassisches Glückssymbol. Ihre Wirkung soll jedoch nur dann eintreten, wenn es sich um die Pfote eines echten Hasen handelt. Die besten Glücksbringer-Fähigkeiten werden der linken, hinteren Pfote eines Hasen nachgesagt. Warum der Pfote diese Bedeutung beigemessen wird ist bis heute unklar. Sie fand jedoch in der Vergangenheit viele praktische Anwendungen. Sie wurde in chemischen Labors zum entfernen von Pulverresten verwendet und im Zeitraum des 19. Jahrhunderts von den Damen Europas als Puderquaste benutzt. Ihr glücksbringender Ruf könnte also auch ihre vielseitige Einsetzbarkeit zurückzuführen sein, oder auf die Tatsache, dass es mit den Waffen der damaligen Zeit nicht einfach war einen Hasen zu treffen, weshalb die Pfoten geschossener Hasen selten waren.

Da viele dieser Glücksbringer recht selten geworden sind oder schon immer selten waren, wie zum Beispiel das vierblättrige Kleeblatt, sind inzwischen, abgesehen von der Hasenpfote, auch die Zeichnungen der Gegenstände als solche im Volksglauben zu Glücksbringern geworden.

 

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